4. Dezember - Barbara

Heute ist Ehrentag der "HL. BARBARA". Den Brauch mit den Zweigerl ist bekannt und wenn sie zu Weihnachten blühen, soll es Glück bringen. Warum? Weil Barbara eine der "Nothelferinnen" war. Sie wird meist mit dem "Kelch" dargestellt, und dieser steht für die Erneuerungs- und Wandlungskraft des Lebens. Sie gilt auch als Sterbebegleiterin, die Trost und Hoffnung spendete, damit sich die Menschen vertrauensvoll dem tiefen Wandlungsprozess des Sterbens hingeben konnten. Deshalb ist sie auch starke Beschützerin der SterbebegleiterInnen, die heute an Sterbebetten sitzen, damit sie selbst nicht vergessen, wenn nötig, Hilfe und Beistand zu holen.
Barbaras zweites Attribut ist der Turm. Symbol für einen Rückzugs- und Wandlungsort, in dessen Abgeschiedenheit und Schutz es möglich ist, Altes loszulassen und Neues entstehen zu lassen. Und der Turm verbindet Erde und Himmel.
Barbara ist auch die Schutzheilige der Bergleute, die unter der Erde besonderen Gefahren ausgesetzt sind. Warum? Barbaras Aufgabe war es, Menschen in ihren Todesängsten beizustehen und sie sanft und liebevoll auf die andere Seite hinüberzubegleiten. Auch sollte sie vor einem Schicksal bewahren, das mittelalterlichen Menschen große Furcht einflößte: einen schlimmen und plötzlichen Tod zu sterben, der es unmöglich machte, sich vorzubereiten und zu verabschieden. Darum ist Barbara bis heute bei den Bergleuten und Tunnelbauern die Heilige.
Buchtipp für Interessierte: "Schwester Tod" von Erni Kutter

Allerheiligen - Samhain

Allerheiligen und das keltische "Samhain". Allerheiligen war nicht immer am 1. November - auch um sich vom heidnischen Fest zu lösen. Samhain war die Nacht vom 31. Oktober auf 1. November für den Übergang zwischen Altem und Neuem. In diesem "Zwischenraum" sei alles möglich und die Haut zur "Anderswelt" sei in dieser Nacht am dünnsten. Die Jenseitigen (Ahnen, Verbundene) besuchen die Lebenden. In diesem Sinne war es ein besonderer Trost und Freudentag für Trauernde. Der Allerheiligenstriezel ist von einem - wie ich meine sehr schönem - Ritual geblieben, dass für die Besucher aus dem Jenseits gekocht und gebacken wurde. Schließlich kamen Gäste zu Besuch.

AUCH DAS IST GELEBTES GEDENKEN. Vielleicht eine Idee "Allerheiligen" anders zu erleben und so eines lieben Toten zu gedenken indem sie ganz bewusst dessen Lieblingsessen zubereiten oder zu sich nehmen.


In Mexiko ist es nach wie vor ein buntes (el día de los muertos -http://www.visitmexico.com) Fest. Süßigkeiten spielen eine große Rolle. Halloween auch aus diesem Gedanken entstanden, hat jedoch seinen eigentlichen Sinn und Wert verloren - irische Auswanderer brachten den Brauch mit und da wurde er amerikanisiert.

 

Wie kam Allerheiligen nun vom Frühling in den November: Seit Beginn des 4. Jahrhunderts liegt das Allerheiligenfest in der östlichen Kirche sechs Tage nach den Pfingstfeiertagen. Für die westliche Kirche zählte das Wort des Papstes Bonifatius IV. Er bestand auf die jährliche Feier am Freitag nach Ostern. Über hundert Jahre später, im Zuge der Weihung einer Kapelle des Petersdoms, verlegte Papst Gregor III. den Feiertag auf den 1. November.